Ghost Rider
Veröffentlichung: 30.08.2007
Produktionsjahr: 2007
Lauflänge: 123 Minuten
Story: 8/10
Als kleiner Junge möchte der kleine Johnny Blaze (gespielt von Nicolas Cage) seinen Vater retten, der schwer krank ist. Um das zu schaffen, verkauft er seine Seele an Mephistopheles, den Teufel. Dafür muss er zusätzlich auch seine große Jugendliebe Roxanne Simpson aufgeben. Seinen Vater konnte er durch den Verkauf seiner Seele dennoch nicht retten. Viele Jahre später ist Johnny ein waghalsiger Draufgänger, der zu einer Berühmtheit in Sachen Motorradstunts wurde. Mit jedem Stunt riskiert er sein Leben, auf das er offenbar keinen Wert legt, hat er doch alles verloren, was ihm wichtig war. Doch der Teufel lässt selbst schwere Unfälle nicht gelten: Johnny Blaze darf nicht sterben, denn er hat einen Vertrag mit ihm und benötigt ihn für eine Aufgabe. Johnny Blaze wird zum Kopfgeldjäger des Teufels. Tagsüber ist er ein normaler Mensch, nachts allerdings verwandelt er sich zum Ghost-Rider, ein brennendes Skelett mit ungewöhnlichen Fertigkeiten ausgestattet. In dieser Form sammelt er die Seelen böser Menschen ein, um sie dem Teufel zuzuführen. Gleichzeitig trifft er auch seine große Jugendliebe Roxanne wieder, die er erneut verschmähen muss. Als des Teufels Sohn “Black Heart” mit seinen Mit-Dämonen auftaucht, entbrennt ein Kampf, den der Ghost-Rider nur schwer gewinnen kann. Johnny versucht den Teufel zu überlisten, um seine Seele wiederzubekommen und stellt sich den schweren Aufgaben und Kämpfen. Ein Kampf an mehreren Fronten beginnt: Er kämpft um seine Liebe, seine Seele und gleichzeitig gegen alles Böse.
Bild: 8/10
Der Bild-Transfer wirkt sehr gelungen, größere Schwächen waren für mich nicht zu erkennen. Farbgewaltig, der Kontrast ist klasse und die Tiefenwirkung wird durch die vielen düsteren Szenen nicht beeinträchtigt. Die Bildschärfe ist eine Freude für verwöhnte Augen.
Ton: 9/10
Auch wenn die Story mich nicht wirklich überzeugen konnte, überzeugt mich die soundgewaltige Aufmachung absolut. Akustisch wird hier ein riesen Fass aufgemacht! An keiner Stelle des Films kommt für das Gehör Langeweile auf. In jeder noch so kleinen, unbedeutend erscheinenden Situation wird auf die Surround-Atmosphäre geachtet. Die Höhepunkte in Sachen Geräuschkulisse bieten die zahlreich vorhandenen Motorrad-Szenen, egal ob bei den Stuntshows oder später als Ghost-Rider. Die Bässe sind satt, dennoch ist der Sound zu jeder Zeit absolut ausgewogen.
Extras: 8/10
Bei den Extras lässt Sony sich nicht lumpen: Alle Bonusfeatures werden in Full HD 1080 präsentiert: absolut vorbildlich! Zu Beginn stehen zwei Audiokommentare. Der erste Kommentar wird vom Regisseur Mark Steven Johnson und dem Leiter der visuellen Effekte, John Mack, geführt. Der zweite Kommentar kommt vom Produzenten des Films, Gary Foster. Die Kommentare sind insgesamt sehr techniklastig gehalten, was weder überraschend noch störend wirkt.
Fazit & Kritik: Gesamt 8/10
Trotz der schwachen Story dieser Verfilmung eines Marvel Comics muss meine Gesamtbewertung recht hoch angesetzt werden. Die technische Umsetzung verdient meinen Respekt. Die Bilder sind toll, der Sound sucht seinesgleichen. Inhaltlich gehört diese Verfilmung sicher nicht zu den tollsten aus der Superheldensammlung der USA, allerdings ist die Umsetzung deshalb trotzdem sehr gut gelungen. Ein Film ohne intellektuellen Anspruch, allerdings gut geeignet, um sich die Zeit ohne Langeweile zu vertreiben. Nicht das tollste Werk, aber sehenswert ist dieser Film dennoch.